Traum voraus! Sekundenschlaf verhindern.

Traum voraus! Sekundenschlaf verhindern.

Noch endlose 50 Kilometer bis zum Ziel. Seit drei Stunden auf Nachtfahrt, der einzige Begleiter: monotoner Nieselregen. Kaugummis, frische Luft, Kaffee – nichts hält mehr wach. Der Asphalt und die Lichter der entgegenkommenden Fahrzeuge verschwimmen im Sprühnebel. Die Situation ermüdet, der Sekundenschlaf droht.

Jetzt zieht die neueste Generation der Fahrer-Kamera-Monitoring-Systeme, die den Sekundenschlaf zu verhindern weiß, auch in die Welt der Nutzfahrzeug Cockpits ein. Und zwar so modern und innovativ, dass die Fahrererkennung auch unter erschwerten Bedingungen erfolgt. Dieses innovative Produkt von Supplier DENSO wurde in FUSO-Nutzfahrzeugen eingeführt.Und so zeichnete Daimler Global Procurement Trucks and Buses das japanische Unternehmen DENSO beim Daimler Supplier Award 2017 in der Kategorie Innovationen als Sieger aus. DENSO ist als global agierender Automobilzulieferer mit weltweit ca. 150.000 Mitarbeitern und 188 Niederlassungen ein wichtiger Partner für Daimler.

 

 

Reaktionszeit reduziert sich um die Hälfte

Wissenschaftliche Studien gehen davon aus, dass auf Autobahnen rund 25 Prozent aller schweren Verkehrsunfälle auf Übermüdung zurückzuführen sind. Bei Langstreckenfahrten in der Dunkelheit oder unter gleichbleibenden Bedingungen und langen Geradeausfahrten ist das Risiko des Sekundenschlafs am größten, weil dadurch die Aufmerksamkeit nachlässt und die Monotonie die Gefahr des Einschlafens zusätzlich steigert. Untersuchungen zeigen, dass sich die Reaktionszeit schon nach vier Stunden Nonstop-Fahrt um 50 Prozent verlängern kann. DENSO hat zusammen mit Daimler die bestehenden Systeme zur Müdigkeitserkennung weiterentwickelt und dabei die Sicherheit für Fahrer auf ein neues Niveau gesetzt.

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Hell wach, wenn Fahrer müde werden!

Das neue Fahrer-Monitor-System erkennt nicht nur das Fahrverhalten des Lkw-Piloten, es erstellt zu Beginn jeder Fahrt ein individuelles Fahrerprofil, das ständig mit aktuellen Sensordaten verglichen wird. Diese permanente Beobachtung ist wichtig, um den gleitenden Übergang des Fahrers vom Wachzustand zur Ermüdung zu erkennen und den Fahrer rechtzeitig warnen zu können.

 

Hochempfindliche Monitore, erfassen die Fahrermimik auch wenn dieser eine Brille trägt. Diese Aufnahmen liefern während der ersten Minuten jeder Fahrt zusammen mit den Daten aus weiteren Sensoren Leerzeichen zu viel ein individuelles Verhaltensmuster, das in dem elektronischen Steuergerät des Fahrzeugs ständig mit dem aktuellen Lenkverhalten und der jeweiligen Fahrsituation verglichen wird. So kann das System typische Indikatoren für Übermüdung erkennen und entsprechend im Borddisplay den Fahrer warnen.

 

 

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Übergabe des Daimler Supplier Award 2017 im Mercedes-Benz Kundencenter in Sindelfingen am 28. Februar 2018. Von links nach rechts: Martin Daum, Vorstandsmitglied der Daimler AG und in dieser Funktion Leiter der Geschäftsfelder Daimler Trucks und Daimler Buses; Hirotsugu Takeuchi, DENSO Executive Director; Dr. Marcus Schoenenberg, Vice President Procurement Daimler Trucks and Buses, Daimler AG.

 

Drei Fragen an DENSO Executive Director, Hirotsugu Takeuchi

Herr Takeuchi: mit der innovativen Einführung des neuen Fahrer-Monitor-Systems zur Erkennung von Müdigkeit am Steuer ist DENSO ein innovativer Schritt in Sachen aktiver Sicherheit gelungen. Dafür hat ihr Konzern den Daimler Supplier Award 2017 für Innovation im Segment Trucks and Buses erhalten. Beantworten Sie uns bitte drei Fragen.

 

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Um das Fahrerkamera-Überwachungssystem für das Fahrzeug fertigzustellen, müssen wir das gesamte System optimieren, um es an reale Gegebenheiten anzupassen, insbesondere an das Sonnenlicht. Nahe Infrarot-LED, Bandpassfilter, globaler Verschluss-Bildgeber, LED-Impulsabgabe, gut gestaltete LED-Linsen und Belichtungskontrolle, all diese Technologien werden harmonisch zur Bilderkennung des Gesichts des Fahrers optimiert.

 

Welche besondere Hürde mussten Sie überwinden?

Um individuelle Unterschiede von „Gesichtern“ zu unterstützen, haben wir eine Bilderfassung von Gesichtern auf einer globalen Ebene durchgeführt. Mehr als 6.000 Bilder von Personen wurden auf Automobilausstellungen weltweit aufgenommen, wobei persönlichen Informationen genügend Beachtung gewidmet wurde. Ferner erforderte die Schläfrigkeitsabschätzungslogik detaillierte und langfristige Experimente und das Beobachten von Menschen mit Fahrsimulatoren und Testfahrten auf Teststrecken.

 

Wie hat Ihr Team den Preis in Empfang genommen?

Der Preis ist eine Anerkennung, dass es unserem Fahrerkamera-Überwachungssystem gelungen ist, mit einer stabilen Leistung die Aufmerksamkeit auf einen unsicheren Zustand zu lenken, der jeden Fahrer betreffen kann, wie z. B. Schläfrigkeit oder Ermüdung oder Unachtsamkeit. Wir möchten mit unserem Fahrerkamera-Überwachungssystem der nächsten Generation kontinuierlich einen Beitrag für Daimler leisten.

 

Wir danken Ihnen für die Antworten und gratulieren Ihnen und Ihrem Team für die innovative Leistung und den wohlverdienten Preis.

Der Daimler Supplier Award 2017 im Video. Weitere Artikel zu diesem Thema finden Sie hier.


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Datum:
25.10.2018
Autor:
Stefan Sieber, Carsten Wiebel
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