Bitte nachmachen: Service next Level!

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Bei der Fahrzeugproduktion setzt Daimler neben dem menschlichen Kollegen auch auf den Kollegen Roboter. Rund 27.000 Systeme von KUKA sind weltweit in 35 Werken im Einsatz. Tendenz steigend. Ein globaler Servicevertrag bietet standardisierte lokalisierbare Leistungen – und viele Vorteile. Daimler Global Commodity Manager Dennis Wessling (Material & Services) erläutert das Konzept und zeigt, warum es so nachahmenswert ist.

Dennis Wessling
Daimler Global Commodity Manager Dennis Wessling (Material & Services)

Sie haben ein neues Kapitel bei externen Dienstleistungen für Betriebsmittel aufgeschlagen und erstmals alle Roboter-Services global gebündelt. Was ist der Mehrwert?

Dennis Wessling: Einfach ausgedrückt, sorgt unser Konzept dafür, dass die Services in jedem Werk gleich ausgeführt werden. Ob im südafrikanischen East London, im ungarischen Kecskemét oder im Stammwerk Untertürkheim: Wir haben nun einheitliche Standards in puncto Zeit, Qualität und Performance – weltweit. Davor hatten wir ebenfalls schon Standards für externe Roboter-Services. Sie galten jedoch nur im lokalen Umfeld.

 

Was gab den Anstoß für das innovative Servicekonzept?

Mit unserem Vertrag folgen wir der Globalen Commodity Strategie von Daimler. Seit 2017 ist diese Basis unserer Verhandlungen und Abschlüsse. Statt unterschiedlicher lokaler Abkommen erweitern wir den Blickwinkel. Steuern global und handeln lokal. Gemeinsam mit unserem Lieferanten KUKA und den internen Businesspartnern haben wir das Servicekonzept mit standardisierten Festpreisen entwickelt. Ein Leistungsportfolio, das sich weltweit nutzen und ideal lokalisieren lässt.

 

Wie wird das globale Konzept an den Standorten umgesetzt?

Unser Leistungsportfolio deckt den kompletten Lebenszyklus der Robotersysteme ab: von der Planung über Mitarbeitertrainings und Inbetriebnahme bis hin zur Reparatur und Wartung. Ebenso beinhaltet es beispielsweise Software-Updates oder den Hotline-Support. Die standardisierten externen Services lassen sich vor Ort passend für jeden KUKA Roboter abrufen: in unseren Pkw-, Van-, Truck- und Bus-Werken in Deutschland, Ungarn, Rumänien, USA, Südafrika und China.

Wir bei KUKA wissen: ein zuverlässiger und effizienter Roboter-Service an allen Produktionsstandorten ist für unsere Kunden bei Daimler wichtig. Mit innovativen Konzepten setzen wir daher weiterhin Impulse für die Zukunft. Wir arbeiten mit den Einkaufsteams und Businesspartnern daran, neue Servicekonzepte erfolgreich umzusetzen.

Silvia Faidherbe, KUKA Deutschland GmbH, Key Account Manager Daimler

Hat KUKA das internationale Servicekonzept mitkonzipiert?

Die KUKA Deutschland GmbH hat bereits in der Planungsphase starken Innovationsgeist gezeigt. Gemeinsam haben sie mit uns die Global Commodity Strategie erfolgreich auf den Weg gebracht. Denn insbesondere bei Robotersystemen – deren Stellenwert im weltweiten Produktionsnetzwerk weiter zunimmt – lassen sich durch globale Serviceverträge künftig positive Effekte generieren.

 

Welche positiven Effekte haben sich ergeben?
Zusätzlich zum erweiterten Gesamt-Servicevolumen sind die Prozesse heute deutlich effizienter. Früher musste KUKA auf individuelle Anfragen reagieren. Heute rufen die Werke Leistungen aus dem globalen Serviceportfolio ab. Zeit und Kosten für unterschiedlichste Kalkulationen entfallen damit. Der Service kann schnell und entsprechend globaler Standards geleistet werden – für eine optimale Verfügbarkeit unserer Anlagen.

 

Und wie profitieren die Daimler-internen Businesspartner?

Das globale Serviceportfolio schafft eine optimale Transparenz auch bezüglich Leistungen und Preise. So können Planer und Instandhaltungsbereiche auf einfache Art und Weise mit fixen Kostenstrukturen und Budgets rechnen: für alle Serviceansprüche über den gesamten Roboterlebenszyklus im gesamten Daimler-Produktionsnetzwerk.

Externe Betriebsmittel-Services sind für Daimler ein globales Thema mit lokaler Bedeutung. Mit der Globalen Commodity Strategie können alle Beteiligten auch in Zukunft punkten. Entscheidend für den gemeinsamen Erfolg sind auch neue Servicekonzepte von Lieferanten, die motiviert sind, diese aktiv mit uns vorantreiben.

Frank Albat, Teamleiter Daimler International Procurement Services

Gibt es weitere Entwicklungen in Bezug auf globale Services?

Mit unserem neuen Servicevertrag befinden wir uns auf einem sehr guten Weg. Dennoch wollen wir uns gemeinsam mit allen Beteiligten kontinuierlich weiterentwickeln! So arbeiten wir momentan an einem weiteren Konzept zur vorbeugenden Roboterwartung. Dieses soll an allen Daimler Standorten eingeführt werden.

 

Globale Services sind also im Aufwind. Und damit auch für andere Lieferanten eine gute Idee?

Ja sicher! Auch für Lieferanten anderer Materialgruppen eröffnen sich Chancen und Vorteile, wenn sie ein globales Abkommen mit Daimler schließen und ihr Servicekonzept international ausweiten. Neue, innovative Partner und Unternehmen, die gemeinsam mit uns innovative Konzepte entwickeln, um die Qualität und den Service an allen Daimler-Standorten weiter zu verbessern, sind immer willkommen.

 

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