Nie mehr einparken!

Bosch und Daimler zeigen fahrerloses Parken im realen Verkehr: Weltpremiere im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums

Obwohl eine Vielzahl von teilautomatisierten Assistenzsystemen den Fahrer auch während des Parkens unterstützen, kann von Vollautomatisierung noch keine Rede sein. Hier setzen die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH gemeinsam an: mit ausgereifter Fahrzeugtechnik und einer intelligenten Parkhaus-Infrastruktur.

Ende Juli feierte das „Automated Valet Parking“ seine Premiere: Im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart, mit dem automatisierten Parkservice per Smartphone und ganz ohne Fahrer. Keine Not, das Manöver zu überwachen – Mühe und Zeit für das Ein- und Ausparken fallen weg. Auch der Parkhausbetreiber freut sich: Sein Parkraum wird effizienter genutzt, bis zu 20 Prozent mehr Fahrzeuge passen auf die gleiche Fläche.

Das Pilotprojekt im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums gilt als die weltweit erste infrastrukturgestützte Lösung für einen automatisierten Parkservice im realen Verkehr. Ab Anfang 2018 werden die Gäste im Museumsparkhaus den revolutionären Service hautnah erleben können.

Bosch und Daimler zeigen fahrerloses Parken im realen Verkehr
Der Parkservice im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart.

Wir nähern uns dem autonomen Fahren schneller, als viele vermuten. Das fahrerlose Parken im Mercedes-Benz Museum zeigt eindrücklich, wie weit die Technologie bereits ist.

Dr. Michael Hafner, Leiter Automatisiertes Fahren und Aktive Sicherheit in der Mercedes-Benz Cars Entwicklung bei Daimler

Und so funktioniert es: Mit der Smartphone-App soll sich jeder ein Auto reservieren können, welches dann selbständig zur „Pick-up Area“ vorfährt. Anschließend wird das Fahrzeug gestartet und zu einem freien Stellplatz dirigiert. Die Rückgabe des Fahrzeugs erfolgt über die „Drop-Off Area“, wo das Auto abgestellt und via App wieder zurückgegeben wird. Das Schema ist mit einem ferngesteuerten Modellfahrzeug vergleichbar. Der einzige Unterschied: Die Anweisungen kommen von der Technik.

Die im Parkhaus installierten Sensoren überwachen die Fahrkorridore und steuern das Fahrzeug. Die Technik im Auto setzt die Befehle der Parkhaus-Infrastruktur um. Sehr wichtig dabei ist die Sicherheit – um das Fahrzeug im Fall der Fälle anhalten zu können.

 

Sowohl die Kommunikationstechnik als auch die Sensoren für die Parkhaus-Infrastruktur werden von Bosch bereitgestellt, Daimler bringt die Pilotfahrzeuge und das Museumsparkhaus ein. Gemeinsam definieren sie die Schnittstellen zwischen Infrastruktur und Fahrzeug. Dabei passt Daimler auch Sensorik und Software in den Fahrzeugen entsprechend an. Nie mehr selbst einparken – bald kein Traum mehr!

Datum:
07.09.2017
Autor:
Büsra Uslu
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