Erst einkaufen, dann bauen

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Die Werkserweiterung des Mercedes-Benz Werkes in Tuscaloosa ist in vollem Gange. Ende des Jahres 2015 besuchte Sabine Lutz, Leiterin International Procurement Services (IPS), Mercedes-Benz U.S. International (MBUSI) und machte sich gemeinsam mit ihrem lokalen Einkaufs-Team einen Eindruck vor Ort.

Der Produktionsstandort Tuscaloosa befindet sich derzeit im Umbruch, um die kommenden SUV-Generationen noch flexibler, effizienter und in bewährter Top-Qualität produzieren zu können. Die Werkserweiterung beinhaltet einen neuen Rohbau, bedeutende Verbesserungen in der SUV-Montage sowie auf den neuesten Stand gebrachte Logistik und IT.

Auswahl und Vergabe

IPS ist verantwortlich für den weltweiten Einkauf von Nicht-Produktionsmaterial und Dienstleistungen und damit auch für die Auswahl und Vergabe von sämtlichen Lieferanten, die an dieser Werkserweiterung beteiligt sind. „Wir gestalten in enger Zusammenarbeit mit den Bereichen Fabrikplanung, Produktionsplanung und Logistik von Anfang an die Veränderungen“, erklärt Sabine Lutz. Die Einführung modernster Technologien und eine End-to-End-Digitalisierung der Produktionsprozesse werden eine hochflexible Produktion ermöglichen. Dafür investiert Daimler insgesamt 1,3 Milliarden US-Dollar.

Wir gestalten in enger Zusammenarbeit mit den Bereichen Fabrikplanung, Produktionsplanung und Logistik von Anfang an die Veränderungen.

Dr. Sabine Lutz, Leiterin IPS

Die größte Herausforderung dabei war bis jetzt die Vergabe der Baumaßnahmen. Der neue Rohbau wird 125.000 Quadratmeter groß. Das sind über 17 Fußballfelder gespickt mit modernsten Leichtbautechnologien und zukunftsweisender Logistik und Verfahrenstechnik. Die Baumaßnahmen wurden Ende Mai nach einem mehrstufigen Auswahl- und Verhandlungsprozess an einen Generalunternehmer vergeben. IPS war es wichtig, auch Zulieferer zu prüfen, die bisher nicht Teil des Lieferanten-Sets waren. Dazu haben die Einkäufer die Lieferanten vor Ort getroffen und auch Referenzprojekte anderer Fahrzeug-Hersteller betrachtet.

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Nach der Vergabe der Bauleistungen an die Lieferanten durch IPS konnten die Bauarbeiten starten.

Globale Teams

Als nächstes steht die Vergabe der Rohbauanlagen an. Die verantwortlichen Teams sind multinational: Einige Einkäufer sitzen vor Ort bei MBUSI, einige weitere in Sindelfingen, darunter auch die Global Commodity Manager, d.h. die Kollegen, die weltweit den Einkauf einzelner Materialgruppen (Commodities) verantworten und somit global für einen Standard sorgen. Hier geht es in Tuscaloosa um einen dreistelligen Millionen-Betrag.

Die Umstellung auf das neue Logistik-IT-System wird durch Expertenfirmen unterstützt, die IPS ebenfalls einkauft. Denn die modernsten Anlagen können nur dann optimal genutzt werden, wenn die Zulieferer nahtlos in die Mercedes-Benz Produktionskette integriert sind. IPS leistet damit einen wesentlichen Beitrag zum erfolgreichen Ausbau von Tuscaloosa zum High-Tech-Werk für SUVs. Bis zum Anlauf der nächsten Generationen heißt es für alle Beteiligten: Stay on the gas!

Datum:
20.01.2016
Autor:
Udo Stohler, Viktoria Brüller
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