Daimler und Magna – Gestärkt gemeinsam in die Zukunft

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Zusammenarbeit zwischen der Daimler AG und seinen Lieferanten heißt heute auch: miteinander Verbesserungen für Produkte und Prozesse zu entwickeln. Unter dieser Prämisse arbeiten die Kollegen der Lieferantenentwicklung weltweit mit ausgewählten Zulieferpartnern der Nutzfahrzeugsparte zusammen – unter der Marke „Cost Oriented Supplier Development (COSD)“ im Strategiebereich von Procurement Trucks & Buses.

Hohe Fertigungstiefe, knifflige Teile, komplexe Produktionsabläufe – dann schlägt die Stunde der Lieferantenentwickler. Seit über 20 Jahren unterstützen die Strategen aus dem Nutzfahrzeugeinkauf ausgewählte Lieferanten dabei, langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Auch bei der Magna Steyr Fuel Systems GmbH galt es 2016, Prozesse zu vereinfachen und Kosten zu senken.

Die aus der gemeinsamen Arbeit erzielten positiven Synergieeffekte, steigern unsere Wettbewerbsfähigkeit. Sie sind eine wichtige Basis für eine weitere langjährige Zusammenarbeit unserer beiden Häuser.

Horst Fetzer, Projektleiter Magna Steyr Fuel Systems GmbH

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Vogelperspektive: Die Fertigungslinie auf einen Blick.

Eine ganze Woche nehmen sich die Lieferantenentwickler Zeit, um sich mit allen Prozessen vertraut zu machen – natürlich vor Ort. Um die Produktionsabläufe im Detail zu dokumentieren, kommt auch die Videokamera zum Einsatz. Mithilfe der Filme, die dabei entstehen, erkennen die Berater Abhängigkeiten in den Produktionsprozessen und können so Ideen zur Optimierung entwickeln. Dazu wird der Videomitschnitt wieder und wieder angeschaut – immer mit dem Ziel, Kosten zu senken, indem Prozesse vereinfacht werden.

Das hervorragende Projektergebnis wurde insbesondere durch die offene und konstruktive Zusammenarbeit während der gesamten Projektdauer ermöglicht.

Manuel Schulz, Projektleiter COSD Daimler AG

Die größten Verbesserungen konnten bei den Schweißprozessen und den Bewegungsabläufen der Roboter erzielt werden.

Um 25% haben die Prozessoptimierer die Zykluszeit der Tank-Fertigungslinie bei Magna gesenkt. Erhöhen konnten sie zudem die Ausbringung bei der Fertigung der Außenböden und Schwallwände im Presswerk.

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Nach dem Einpressen im Presswerk kommen die Schwallwände in die Ausschleussstation.

Genau hingeschaut haben die Lieferantenberater auch beim Produkt selbst. So konnten in einem Workshop mehrere Maßnahmen entwickelt werden, um den Tank technisch zu vereinfachen. Am „Catwalk“ etwa soll die Anzahl der Trittstufenhalter von acht auf vier halbiert und durch Gummipufferelemente ersetzt werden. Außerdem soll – sofern die Erprobung erfolgreich ist – die Trittstufe zukünftig geschweißt statt geschraubt werden.

Durch einen Lieferantenwechsel konnten außerdem die Materialkosten für die Ablassmuffe des Kraftstofftanks signifikant gesenkt werden.

Was zeichnet die Vorgehensweise der Lieferantenentwickler aus? Durch Optimierungsmaßnahmen in unterschiedlichen Bereichen können die Gesamtkosten deutlich gesenkt werden. Letztlich eine Win-win-Situation, die sowohl Daimler als auch dem Lieferanten eine wettbewerbsfähige Position für die Zukunft verschafft.

 

 

 

Datum:
04.05.2017
Autor:
Stefanie Schmid
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