Brennstoffzelle als Schlüsseltechnologie

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Mercedes-Benz treibt die Brennstoffzellentechnologie mit Nachdruck voran. Denn die Technologie hat klare Vorteile – auch gegenüber Batteriefahrzeugen. 2017 soll ein neues Modell präsentiert werden. Die Vergaben im Einkauf laufen.

Rund 500 Millionen Euro Investition in eine zweite Batteriefabrik am Standort in Kamenz, die vierte Generation smart electric drive in 2016. Für die Daimler AG sind Batteriefahrzeuge ein wichtiger Baustein des lokal emissionsfreien Fahrens. Zugleich arbeitet das Unternehmen intensiv an der neuen Generation von Mercedes-Benz Elektrofahrzeugen mit Brennstoffzelle. Denn die Brennstoffzellen-Technologie ist integraler Bestandteil der Daimler Antriebsstrategie. Auch wegen ihrer Vorteile gegenüber anderen Antrieben: Hohe Reichweiten bei gleichzeitig kurzen Betankungszeiten von nur 3 Minuten. Eignung auch für schwere Fahrzeuge, die längere Strecken fahren. Zudem ist die Alltagstauglichkeit der Technologie längt bewiesen: der Gesamtkilometerstand der Daimler-Brennstoffzellenflotte liegt bei rund 14 Millionen Kilometern. Zur Flotte zählen die unter Serienbedingungen produzierte B-Klasse F-CELL, der Stadtbus Citaro FuelCELL-Hybrid sowie zahlreiche Forschungsfahrzeuge.

Thomas Weber, Vorstandsmitglied Daimler AG, Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung, betonte zuletzt erneut, wie wichtig die Brennstoffzelle für Daimler ist und machte notwendige nächste Schritte deutlich: „Die Marktreife des Brennstoffzellenantriebs und dessen Potenzial stehen heute außer Frage. Der Markterfolg von Elektrofahrzeugen mit Brennstoffzellenantrieb ist jedoch neben vielen technologischen Fragestellungen unmittelbar auch mit der Existenz einer bedarfsgerechten Infrastruktur verbunden. Gemeinsam haben Industrie, Politik und Infrastrukturpartner wichtige Weichen für den Erfolg dieser Technologie gestellt, zum Beispiel innerhalb der Clean Energy Partnership. Insbesondere der konkrete Infrastruktur-Aufbauplan unseres H2 Mobility Joint Ventures stimmt uns dahingehend sehr zuversichtlich. Wir bereiten uns aktuell konsequent auf die Serienfertigung unseres brennstoffzellenbetriebenen Geländewagens auf Basis des GLC vor.“

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Das H2 Mobility Joint Venture plant, bis 2023 bis zu 400 Wasserstofftankstellen in Deutschland aufzubauen.

Unterstützung aus der Politik

Zuspruch für sein Engagement erhält Daimler auch von der Politik. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt versprach zuletzt Investitionen in Höhe von 161 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung im Bereich Brennstoffzellen-Technologie. Er betont ebenso den hohen Stellenwert der Technologie: „Wir stehen mit der Elektromobilität und dem automatisierten und vernetzen Fahren vor der größten Mobilitätsrevolution seit der Erfindung des Automobils. Die Brennstoffzelle ist eine Schlüsseltechnologie dieser Entwicklung. Wir haben deshalb eine Wasserstoffstrategie gestartet – mit drei Säulen: Wir investieren mehr als je zuvor, bauen mit der Industrie eine flächendeckende Ladeinfrastruktur und fördern gezielt Innovationen. Damit gestaltet Deutschland an der Spitze die Antriebswende zur Elektromobilität“, so Dobrindt.

Daimler wird gemeinsam mit seinen Lieferanten und Unterstützung der Politik die Entwicklung der neuen Generation von Mercedes-Benz Elektrofahrzeugen mit Brennstoffzelle vorantreiben. Denn die Brennstoffzelle spielt nicht nur eine wichtige Rolle, sie zählt zu den Schlüsseltechnologien.

Datum:
24.05.2016
Autor:
Nadescha Vornehm
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