Bosch und Daimler: Mobilität für alle

daimler-supplier-bosch-titelbild-neu

Was passiert, wenn die Fahrzeug- und Technologiekompetenz eines Premiumherstellers und die System- und Hardwarekompetenz eines der weltgrößten Zulieferer zusammentreffen? Die Mobilität der Zukunft wird Wirklichkeit! Und zwar für alle.

Auto fahren ohne Führerschein ist heute unmöglich. Denn wer keinen Führerschein hat, darf auch kein Fahrzeug lenken. Was aber, wenn Autos komplett autonom und fahrerlos fahren könnten? Dann wären auch Personen ohne Führerschein und in jeder Lebensphase mobil. Momentan können sich Autofahrer von verschiedenen Assistenzsystemen unterstützen lassen. Bei teilautomatisierten Fahrsystemen, die bereits in den neuen Modellen der C-, E- und S-Klassen vorhanden sind, muss der Fahrer die automatischen Funktionen aber ständig überwachen. Fahrfremden Tätigkeiten darf er nicht nachgehen. Das soll sich bald ändern: Bereits Anfang des kommenden Jahrzehnts soll das vollautomatisierte und fahrerlose Fahren Realität werden.

Die Daimler AG hat die Genehmigung auf öffentlichen Straßen Tests mit autonomen Fahrzeugen durchführen zu dürfen. Jetzt machen die Robert Bosch GmbH und Daimler den nächsten großen Schritt, um das vollautomatisierte und fahrerlose Fahren im städtischen Umfeld umzusetzen. Die beiden Stuttgarter Unternehmen haben Anfang dieses Jahres eine Entwicklungskooperation vereinbart. Bosch hat in Sachen Sensorik, Aktorik und automobile Steuergeräte eine enorme Kompetenz aufgebaut und ist auf diesen Gebieten Marktführer. Mitarbeiter beider Unternehmen werden an vier verschiedenen Standorten in Projektteams zusammenarbeiten. Diese vier Entwicklungszentren werden die Geburtsorte der revolutionären Mobilität: Stuttgart, Böblingen, Ulm und Sunnyvale (Kalifornien).

 

Das Ziel der beiden Unternehmen ist eine möglichst frühe und abgesicherte Serieneinführung der Technologie.

Erreicht wird das Ganze durch die gemeinsame Entwicklung der notwendigen Software und der passenden Algorithmen. Dadurch soll ein komplett autonomes Fahrsystem hergestellt werden, welches dem Menschen ermöglicht, das Steuer bei Bedarf abzugeben. Der Fahrer wird somit zum Passagier und kann das Auto als komfortablen Rückzugsraum nutzen, der zunächst keine Tätigkeit von ihm verlangt. Er kann tun und lassen, was er will. Kommunizieren, arbeiten oder entspannen.

Mit dem Sprung zum fahrerlosen Fahrsystem ergeben sich Nebeneffekte für Mensch und Umwelt: Schon heute ist das Straßennetz in vielen Städten zur Stoßzeit überlastet. Vollautonome Autos können hier als sogenannte „Robotertaxis“ oder im Car-Sharing genutzt werden. Man muss also das Hightech-Auto nicht mehr besitzen, man kann es auch sinnvoll teilen – so verbessern sich Verkehrsfluss und Sicherheit im Straßenverkehr größerer Städte.

 

Datum:
18.05.2017
Autor:
Büsra Uslu
Vorheriger
Artikel
Nächster
Artikel